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20130605 Ikeda Aikido Dojo 3409

Hojo 101

Aikido

"Der Mensch besteht aus Körper und Geist, und der Geist ist wie ein blanker Spiegel. Der Körper aber lässt den Geist trüb werden. Aikido entstaubt den Körper."

Dieses Zitat des Aikido-Begründers Morihei Ueshiba (1883 - 1969) lässt erahnen, dass Aikido mit Begriffen wie "Kampfkunst" oder "Sport" in unserem Sinn nicht beizukommen ist. AI bedeutet Harmonie, KI ist die geistige Kraft und DO der Weg. Tief begründet in der Samurai-Tradition des alten Japan, aber neu beseelt durch einen friedenstiftenden Geist, kann Aikido im wesentlichen als moderner Ausdruck traditioneller japanischer Kampfkünste (Budo) betrachtet werden.
Morihei Ueshiba hatte sein Leben den alten Kampfkünsten gewidmet, deren Technik und Geisteshaltung er von Grund auf beherrschte, und er erkannte schliesslich, dass der wahre Sinn des Budo nicht in Kampf und Vernichtung liegen kann, sondern vielmehr im vollständigen Einfühlen in den Angreifer besteht, um ihn so - ohne Aggression - von der Konfrontation wegzuführen. Diese scheinbar widersprüchliche Verschmelzung von effizienter Kampfkunst und friedliebender Geisteshaltung trägt sicherlich viel zur Faszination bei, die vom Aikido ausgeht.
Obwohl erst seit wenigen Jahrzehnten öffentlich gelehrt und nach dem Willen seines Gründers nie zu einem Wettkampfsport (wie etwa Karate oder Judo) entwickelt, ist Aikido heute in vielen Ländern auf allen fünf Kontinenten der Welt verbreitet. In der Schweiz praktizieren heute weit über 1000 Frauen und Männer diese jüngste Budo-Kunst, die sich langsam, aber kontinuierlich verbreitet.

Um Aikido auszuüben und damit verstehen zu lernen, sind keine besonderen Voraussetzungen nötig ausser vielleicht Geduld und die Bereitschaft, sich selber besser kennenzulernen.